STÄDTEBAU

FH JOANNEUM

2015

ÖSTERREICH

GRAZ

SANDRA FROSCHAUER

LAURIDS SCHLOFFER

8010 I GRAZ WÄCHST

Neue Stadtteile entstehen und vorhandene Gebäude werden saniert. Doch für wen ist dieser neue Wohnraum leistbar und wie verändert diese Entwicklung unserer Stadt?

Am Anfang des Semesters war die Frage wo man Europas neue Bürger unterbringen kann omnipräsent und auch wir Studenten haben uns intensiv mit ihr auseinandergesetzt. Wie kann eine Gesellschaft wie unsere in einem zeitlich begrenzten Fenster Platz für 80000 Zuwanderer / Jahr schaffen und dabei verhindern, dass sich Ghettos bilden?

Für uns war von Anfang an klar, dass der einzige Weg zur Inklusion die Unterbringung der Neuankömmlinge in bestehenden städtischen Strukturen sein kann. Künstlich entwickelte Städte stellen oftmals Herausforderungen an ihre Bewohner die nur schwer zu bewältigen sind. Für Menschen die sich erst in einer neuen Gesellschaft einleben müssen sind diese Herausforderungen doppelt schwer zu meistern. Eine sanfte Nachverdichtung bestehender gut entwickelter Wohnviertel bietet in unseren Augen eine Vielzahl von Vorteilen. Neben einer bereits vorhandenen Infrastruktur ist vor allem der vorhandene Bewohnermix der nur marginal verändert wird interessant.

Aber wie viel Platz lässt sich gewinnen ?

Wir wollten im Gegensatz zu ähnlichen umfangreicheren Forschungsarbeiten nicht in bestehende Gebäude eingreifen um den Genehmigungsprozess zu erleichtern und das Stadtbild möglichst wenig zu verändern. Innenhöfe bieten hier ideale Chancen.

Wenn Österreich 80.000 Neubürger pro Jahr aufnimmt und versucht diese möglichst gleichmäßig zu verteilen, bedeutet das für Graz mit seinen 270.000 Bewohnern ca. 2500 neue Bewohner. Wenn man bedenkt, dass im Bearbeitungsgebiet Graz Jakomini (Fläche 0,125 km²) Wohnraumpotential für 624 Personen besteht, bedeutet das für den gesamten Bezirk Jakomini (Fläche 4,6 km²) ein Beherberungspotential von 26.000 Personen. Also mehr als das 10 Fache des gesamten Grazer Jahresbedarfs !

Es zeigt sich also, wie in vorhergegangenen Studien, dass Nachverdichtung ein enormes Potential hat.

 

© DI Sandra Froschauer

STÄDTEBAU | FH JOANNEUM | 2015 | ÖSTERREICH I GRAZ |

SANDRA FROSCHAUER | LAURIDS SCHLOFFER

STÄDTEBAU | FH JOANNEUM | 2015 | ÖSTERREICH I GRAZ | SANDRA FROSCHAUER | LAURIDS SCHLOFFER